AWS und Microsoft entlasten kleine Unternehmen in der Krise nur wenig

Cloud-Kosten in Krisenzeiten

Viele Unternehmen glauben, dass das Fortbestehen ihrer Geschäftstätigkeiten u.a. mit dem Wohlwollen und der Kooperation ihres Cloud-Anbieters einher geht. Während Amazon Web Services (AWS) und Microsoft einige große Rahmenverträge auf einer „von Fall zu Fall Basis“ umstrukturieren oder gar neu aufsetzen, erhalten kleinere nicht die gleiche Flexibilität.

Während Technologieanbieter wie Cisco Systems ihren Kunden u.a. Kredite anbieten, haben die großen Cloud-Unternehmen keine öffentlichen Ankündigungen zum Aufschieben von Rechnungen oder der Stundung von Zahlungen gemacht. Auf Grund der Flexibilitäten und Möglichkeiten haben Cloud-Anbieter in den letzten Jahren sehr viele Kunden angezogen. Häufig wird eine Kreditkarte als Zahlungsmittel hinterlegt, und Kunden können die Leistungen nutzen. Die Anschaffungskosten für Server oder Mainframe-Computer entfallen und es wird nur der vermeindlich tatsächliche Verbrauch bezahlt.   Die Vertriebsstrategie der großen Cloud-Unternehmen bestand lange Zeit darin, langfristige Verträge abzuschließen. Kunden erhalten in der Regel Rabatte auf Listenpreise als Gegenleistung für Mindestausgaben. Ende Dezember 2019  verzeichnete AWS 29,8 Milliarden US-Dollar Umsatz, bezogen auf Verträge die mindesten 1 Jahr Laufzeit aufweisen und somit im Cloud-Geschäft schon als langfristig gewertet werden können. Google vermeldete Ende 2019 einen Cloud-Umsatz von 11,4 Milliarden US-Dollar. Microsoft, im Vergleich, verkauft Cloud-Services sowie einen Großteil seiner On-Premise-Software über mehrjährige Vereinbarungen und Rahmenverträgen und ist so im Stande langläufige Umsatzzahlen in seine Cloud-Bücher aufzunehmen.

Kostenreduktion – Aber bitte richtig!

AWS veröffentlichte Anfang diesen Monats einen Blogbeitrag in welchem es Tipps und Tricks zur Reduzierung der Kosten teilte. Hier teilte ein AWS-Sprecher seine Ansicht mit, Kunden könnten Cloud-Services auf eine Weise ausschalten, die mit unternehmenseigenen Rechenzentren nicht möglich wäre. Prinzipiell ist diese Aussage zutreffend, doch können die Tipps und Tricks von AWS nicht als aussagekräftig und objektiv eingestuft werden – denn wer will sich schon in Krisenzeiten ins eigene (Umsatz-) Fleisch schneiden. Für Untenehmen der Öl- und Gasindustrie, des Einzelhandels oder der Konsumgüter hat Microsoft die Verlängerungstermine der Verträge verlängert. Innerhalb der nächsten 3 Monate bleiben die Preise fest.  Traditionell erhöhte Microsoft (wie andere Anbieter auch) die Preise, wenn Kunden einen neuen langfristigen Vertrag abschließen. Einigen Kunden gewährt Microsoft Rabatte auf Mehrleistungen die bezogen wurden, jedoch durch Vorabkosten nicht bezahlt wurden. Im Vergleich; bis noch vor der Pandemie bot Google seinen Kunden diverse kostenlose Productivity-Tools an, um so Kunden von Microsoft los zu eisen und an die eigenen Produktreihen zu binden. Während der Krise intensivert Google diese Bemühungen nun massiv.

Wenn aus kostenlos teuer wird

In der Eile, Kunden zu gewinnen, versuchten AWS und Microsoft (Azure), kleineren Unternehmen kostenlose Nutzungen / Subscriptions zu gewähren, und gingen davon aus, dass einige dieser Kunden stark wachsenden werden. In der Krise stehen nun Vertragsverlängerungen an und die großen Anbieter erhöhen die Preise – ein mögliches Todesurteil für kleinere Unternehmen und deren Bestrebungen in die Cloud zu wandern.  Wir von LCxp beraten Sie gerne wie Sie die anstehenden Vertragsverlängerungen in Ihrem Interesse gestalten. Wir senken aktiv Ihre Cloud-Kosten und optimieren Ihre Infrastruktur!