Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen der LCxp Deutschland GmbH

I Allgemeine Bestimmungen 

1. Gegenstand

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend als „AGB“ bezeichnet) gelten ausschließlich und für alle vertraglichen Vereinbarungen (nachfolgend wird jede vertragliche Vereinbarung als „Vertrag“ bezeichnet) zwischen LCxp Deutschland GmbH (nachfolgend als „LCxp GmbH“ bezeichnet) und einem Auftraggeber oder sonstigen Vertragspartner (nachfolgend als „Auftraggeber“ bezeichnet; LCxp GmbH und der Auftraggeber werden nachfolgend gemeinsam als „Vertragsparteien“ bezeichnet) über die Lieferungen und Dienstleistungen (nachfolgend gemeinsam als „Lieferungen“ von LCxp GmbH bezeichnet), mit Ausnahme der in Klausel 1.2. aufgeführten Online-Dienste. Lieferungen können unter anderem die folgenden Punkte umfassen:

  • Lieferung von Standardsoftware und Übermittlung von Daten;
  • Anpassung, Installation und Adaption von Standardsoftware
  • Consulting-Dienstleistungen;
  • Softwarepflege und Support
  • Entwicklung individueller Software;

1.2 Die AGB gelten nicht für Online-Dienste, wie z. B. die Bereitstellung von Webseiten und Internetportalen, Anwendungs- und/oder     Softwaredienste (zusammen als „Online-Dienste“ bezeichnet). Bei Online-Diensten gelten die bei der Registrierung des Auftraggebers für diese Online-Dienste vereinbarten Nutzungsbedingungen.

1.3 Die AGB gelten jedoch nicht bei vertraglichen Vereinbarungen, bei denen die LCxp GmbH der Käufer von Waren oder Diensten ist. Bei diesen Verträgen gelten gesonderte vertragliche Vereinbarungen, die zwischen der LCxp GmbH und dem jeweiligen Vertragspartner geschlossen wurden.

1.4 Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen immer der Schriftform. Diese Bestimmung gilt ebenso bei einem Verzicht auf die Einhaltung der Schriftform.

1.5 Alle sonstigen Bedingungen sind kein Bestandteil des Vertrags, selbst wenn die LCxp GmbH einen Vertrag ausführt, der mit einer Einbeziehung dieser Bedingungen vereinbar ist.

1.6 Selbst wenn zum Zeitpunkt des Abschlusses weiterer Verträge innerhalb des Umfangs von 1.1 kein erneuter Hinweis erfolgt, gelten die AGB in der jeweils gültigen Fassung, sofern nicht anderweitig schriftlich vereinbart.

1.7 Diese AGB gelten nicht, wenn es sich beim Auftraggeber um einen Verbraucher handelt. Bestimmte Abschnitte dieser AGB beziehen sich ausdrücklich auf Händler und gelten nur für sie.

1.8 Alle Garantien erfordern die ausdrückliche und schriftliche Genehmigung von LCxp GmbH.

2. Urheberrecht und geistiges Eigentum

2.1 Jegliche dem Auftraggeber übermittelte Software, Dokumentationen, Daten und andere Artikel (zusammen als „geschützte Artikel“ bezeichnet) unterliegen dem Schutz des Urheberrechts und können durch weitere geistige oder gewerbliche Eigentumsrechte geschützt sein. Vorsorglich legen die Vertragsparteien hiermit vertraglich fest, die geschützten Artikel den Regelungen des Urheberrechts zu unterstellen. Für die Beziehung zwischen den Vertragsparteien gilt, dass LCxp GmbH die ausschließlichen Rechte an allen geschützten Artikel hat.

2.2 Der Auftraggeber erhält eine nicht ausschließliche Lizenz für den Einsatz der geschützten Artikel, wie im maßgeblichen Endnutzer-Lizenzvertrag (End User License Agreement / „EULA“) beschrieben.

3. Allgemeine Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber, Projektsitzungen und Protokolle

3.1 Der Auftraggeber bietet LCxp GmbH seine Unterstützung an bezüglich der Ausführung der Lieferungen. Der Auftraggeber stellt Hardware, Betriebssystem, die grundlegende Software und die Telekommunikationseinrichtungen bereit und sorgt für die erforderliche Anzahl verfügbaren Personals. Der Auftraggeber stellt LCxp GmbH rechtzeitig alle für die Ausführung der Lieferungen erforderlichen Informationen bereit. Sofern es für die Ausführung der betreffenden Lieferungen erforderlich ist, gewährt der Auftraggeber LCxp GmbH zu den normalen Geschäftszeiten Zugang zu den Geschäftsräumen.

3.2 Der Auftraggeber errichtet einen Fernzugriff auf alle seine IT-Systeme, sofern für dies für die Lieferungen durch LCxp GmbH notwendig ist.

3.3 Der Auftraggeber trifft entsprechende Sicherheitsvorkehrungen, falls der Betrieb der Lieferungen teilweise oder als Ganzes nicht ordnungsgemäß erfolgen sollte. Zu diesen Vorkehrungen gehören regelmäßige Daten-Backups, die Durchführung konstanter Fehlerdiagnosen, Inspektionen, etc. Vor Installation jedweder Lieferung auf seinen IT-Systemen erstellt der Auftraggeber einen vollständigen Backup seines Datenbestands.

3.4 Im Falle von Projektsitzungen ist die LCxp GmbH zur Erstellung von Protokollen berechtigt. Der Inhalt dieser Protokolle wird rechtlich bindend, wenn der Auftraggeber nicht innerhalb von 10 Arbeitstagen schriftlich dagegen widerspricht.

4. Lieferungen und Verzug

4.1 Alle von LCxp GmbH hinsichtlich den Lieferzeiten bereitgestellten Informationen sind unverbindlich. Alle verbindlichen Lieferfristen (nachfolgend „verbindliche Lieferfristen“) bedürfen einer schriftlichen Genehmigung der LCxp GmbH. Teillieferungen sind zulässig, falls der Auftraggeber angemessenen Gebrauch davon machen kann.

4.2 Insofern verbindliche Lieferfristen bestehen, werden diese um den Zeitraum verlängert, in dem die LCxp GmbH ohne eigenes Verschulden die vertraglich vereinbarten Lieferungen nicht ausführen konnte, unter anderem insbesondere aufgrund von Arbeitskämpfen, höherer Gewalt sowie anderen unüblichen und unvorhersehbaren Ereignissen (zusammen als „Ereignisse höherer Gewalt“ bezeichnet). Des Weiteren wird in diesen verlängerten Lieferfristen ein angemessener Zeitraum für die Wiederaufnahme des Betriebs nach Beendigung der Störungen berücksichtigt. Dauert ein Ereignis höherer Gewalt länger als drei (3) Monate an, hat jede Vertragspartei das Recht vom Vertrag zurückzutreten oder – falls im betreffenden Vertrag fortlaufende Verpflichtungen festgelegt sind – den Vertrag zu kündigen. In einem solchem Fall wird jedwede im Voraus bezahlte Vergütung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen zurückgezahlt.

4.3 Verbindliche Lieferfristen werden um den Zeitraum verlängert, in dem die LCxp GmbH gezwungen ist, auf Informationen oder die Zusammenarbeit seitens des Auftraggebers zu warten. In den somit verlängerten verbindlichen Lieferfristen wird ebenfalls ein angemessener Zeitraum für die Wiederaufnahme des Betriebs nach Beendigung der Störungen berücksichtigt.

4.4 Alle vom Auftraggeber erfolgten Mahnungen sowie festgesetzten Fristen bedürfen der Schriftform, um gültig zu sein. Für den Fall, dass die LCxp GmbH bei einer verbindlicher Lieferfrist in Verzug gerät, hat der Auftraggeber das Recht, den Vertrag zu kündigen oder davon zurückzutreten. Dieses Recht gilt jedoch erst, wenn eine schriftliche Nachfrist (außer in besonders dringenden Fällen) von mindestens 12 Werktagen verstrichen ist, ohne dass der Mangel behoben wurde. Es muss keine Nachfrist gewährt werden, wenn dieses vom Auftraggeber nicht auf angemessene Weise erwartet werden kann. Abschnitt 8 der vorliegenden AGB gilt für alle Schadenersatzzahlungen in diesem Rahmen.

5. Zahlung, Aufrechnung und Abtretung, Eigentumsvorbehalt und Zurückbehaltungsrechte

5.1 Die Zahlungen sind ohne Abzüge innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen fällig. Falls keine vereinbarte Frist besteht, sind die Zahlungen umgehend fällig.

5.2 Der Auftraggeber ist nur berechtigt, Ansprüche aufzurechnen, die unbestritten oder endgültig rechtskräftig sind. Ein Zurückbehaltungsrecht kann der Auftraggeber nur in Hinblick auf Ansprüche geltend machen, die aus diesem Vertrag entstehen.

5.3 Der Auftraggeber kann keine Ansprüche gegenüber der LCxp GmbH an Drittparteien abtreten. Falls der Auftraggeber ein Händler ist, gilt dies nicht für die Abtretung von Geldansprüchen. Händler gemäß diesen AGB sind alle juristischen Personen, die ein Handelsgewerbe betreiben oder gemäß den gesetzlichen Bestimmungen als Händler gelten.

5.4 Im Verzugsfall stellt die LCxp GmbH Verzugszinsen in Höhe von 8 % über den zu diesem Zeitpunkt gültigen betreffenden Basiszinssatz nach §247 BGB in Rechnung. Alle anderen weitergehenden Ansprüche der LCxp GmbH aufgrund von Zahlungsverzug bleiben davon unberührt.

5.5 Gerät der Auftraggeber in Zahlungsverzug kann die LCxp GmbH die Erfüllung dieses Vertrags solange verweigern, bis der Auftraggeber die ausstehenden Zahlungen getätigt hat.

5.6 Die Eigentumsrechte an den Lieferungen und die Rechte gemäß Abschnitt 2 dieses Vertrags und EULA gehen erst dann auf den Auftraggeber über, nachdem die vollständige Zahlung der vertraglich vereinbarten Gebühren erfolgt ist. Vorher hat der Auftraggeber nur ein vorläufiges Nutzungsrecht auf Grundlage des Schuldrechts. LCxp GmbH behält sich das Recht vor, dieses vorläufige Recht jederzeit zurückzuziehen.

5.7 Wenn die Rechte gemäß Abschnitt 2 dieses Vertrags und dem EULA nicht entstehen oder auslaufen, kann die LCxp GmbH vom Auftraggeber die Rückgabe der bereitgestellten Lieferungen oder, falls diese nicht zurückgegeben werden können, die unwiderrufliche Löschung der Lieferungen verlangen. In diesem Fall stellt der Auftraggeber eine schriftliche Zusicherung über die vollständige Rückgabe oder vollständige Löschung an die LCxp GmbH aus.

6. Ansprüche im Falle von Verletzungen des geistigen Eigentumsrechts

6.1 Soweit die geistigen Eigentumsrechte von Drittparteien durch eine Lieferung verletzt wurden aus Gründen, die der LCxp GmbH zugeordnet werden können, kann die LCxp GmbH sich dafür entscheiden, die Situation zu bereinigen. In dieser Hinsicht hat die LCxp GmbH die folgenden Optionen:

  1. Die LCxp GmbH kann von einer Drittpartei, die das verletzte geistige Eigentumsrecht innehat, eine für die Zwecke dieses Vertrags ausreichende Lizenz zugunsten des Auftraggebers einholen.
  2. Die LCxp GmbH kann die das geistige Eigentumsrecht verletzende Lieferung so modifizieren, dass die Modifikationen keine Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit der Lieferung haben oder deren Auswirkungen auf ein für den Auftraggeber akzeptables Maß begrenzt sind.
  3. Die LCxp GmbH kann die das Eigentumsrecht verletzende Lieferung durch eine Software ersetzen, durch deren vertragliche Nutzung keine geistigen Eigentumsrechte verletzt werden und die keine Auswirkung auf die Funktionsfähigkeit der Lieferung hat oder deren Auswirkungen auf ein für den Auftraggeber akzeptables Maß begrenzt sind.
  4. Die LCxp GmbH kann eine neue Version der Lieferung liefern, durch deren vertragliche Nutzung keine geistigen Eigentumsrechte von Drittparteien verletzt werden.

6.2 Der Auftraggeber kann für jeden Fall eine andere Form der Mängelbereinigung verlangen, falls nicht auf angemessene Weise erwartet werden kann, die von der LCxp GmbH ausgewählte Form der Mängelbereinigung zu akzeptieren.

7. Einrede gegen angebliche Verletzungen von Rechten dritter Parteien

7.1 Wenn eine Drittpartei Ansprüche aufgrund von Verletzungen der geistigen Eigentumsrechte gegenüber dem Auftraggeber in Bezug auf die Nutzung der Lieferung geltend macht, setzt der Auftraggeber LCxp GmbH umgehend schriftlich darüber in Kenntnis und überlässt das Erheben der Einrede gegen diese Ansprüche der LCxp GmbH, soweit dies möglich ist.

7.2 Der Auftraggeber unterstützt die LCxp GmbH beim Erheben der Einrede auf angemessene Weise. Insbesondere wird der Auftraggeber der LCxp GmbH schriftlich alle erforderlichen Informationen über den Einsatz und mögliche Adaption der betreffenden Lieferung übermitteln, die betreffenden Dokumente bereitstellen und Fragen beantworten.

7.3 Der Auftraggeber ist nicht berechtigt, ohne Zustimmung der LCxp GmbH einen Vergleich mit der Drittpartei in oder außerhalb des Gerichts abzuschließen.

8 Schadenersatz und Ersatz für Aufwendungen

8.1 Sofern nicht anderweitig schriftlich durch die Vertragsparteien vereinbart, zahlt die LCxp GmbH nur in dem folgenden Ausmaß Schadenersatz sowie Ersatz für vergebliche Aufwendungen, ungeachtet des Rechtsgrunds:

  1. Im Falle des Vorsatzes oder betrügerischer Absicht wird die vollständige Haftung übernommen.
  2. Die LCxp GmbH übernimmt für den Fall einer groben Fahrlässigkeit die Haftung in Höhe des zum Zeitpunkt des Abschlusses dieses Vertrags vorhersehbaren üblichen Schadenersatzes, maximal jedoch bis zur Höhe der vertraglich abgeschlossenen Auftragssumme.
  3. Im Falle einer fahrlässigen Verletzung einer wesentlichen Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Erfüllung dieses Vertrags ermöglicht und auf die sich der Auftraggeber im Allgemeinen verlässt und einen diesbezüglichen Anspruch darauf hat, wodurch die Erfüllung des Vertragszwecks (wesentliche Pflicht) gefährdet wird, haftet die LCxp GmbH in Höhe des üblichen Schadenersatzes, der zum Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrags vorhersehbar ist.
  4. Bei allen anderen Angelegenheiten wird die Haftung für gewöhnliche Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
  5. Im Falle von lebensgefährlichen sowie den Körper und die Gesundheit schädigenden Verletzungen und im Falle von Ansprüchen gemäß dem deutschen Produkthaftungsgesetz, gelten die gesetzlichen Bestimmungen.
  6. Es ist weiterhin möglich, die Einrede des Mitverschuldens zu erheben. Die LCxp GmbH ist ausschließlich für den Austausch der Daten verantwortlich, falls der Auftraggeber gewährleistet hat, dass diese Daten von verfügbaren Datenbeständen in maschinenlesbarer Form mit vertretbaren Mitteln wiederherstellbar sind.

8.2 Ansprüche auf Schadenersatz und die Erstattung vergeblicher Aufwendungen verjähren in 2 Jahren. In den in 8.1 (a) und (b) genannten Fällen gilt die gesetzliche Verjährungsfrist. Paragraf 199 Absatz 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) bleibt davon unberührt.

9 Streitfälle – ADR

Die Vertragspartner vereinbaren, bei allen Meinungsverschiedenheiten aus oder im Zusammenhang mit diesen Verträgen, die sie nicht untereinander bereinigen können, die Schlichtungsstelle der Deutschen Gesellschaft für Recht und Informatik (www.dgri.de) anzurufen, um den Streit nach deren Schlichtungsordnung in der zum Zeitpunkt der Einleitung eines Schlichtungsverfahrens gültigen Fassung ganz oder teilweise, vorläufig oder endgültig zu bereinigen. Die Verjährungsfrist für alle Ansprüche, die aus den Gründen für das Schlichtungsverfahren entstehen, wird ab dem Schlichtungsantrag bis zum Ende des Schlichtungsverfahrens aufgehoben. Der Anspruch verjährt frühestens drei Monate nach Ende der Aufhebung. Wenn keine Schlichtung erreicht wird oder das Schiedsverfahren scheitert, wenden sich die Parteien an ein allgemein zuständiges Gericht.

II Schlussbestimmungen

10. Vertraulichkeit und sichere Aufbewahrung, Abwerbeverbot

10.1 Die Vertragsparteien sind verpflichtet, alle Informationen, Dokumente und Daten vertraulich zu behandeln, zu denen sie während der Anbahnung und Erfüllung des Vertrags Zugang bekommen haben, die als vertraulich gekennzeichnet sind, die Geschäfts – oder Betriebsgeheimnisse enthalten oder die rechtlich geschützt sind (gemeinsam als „vertrauliche Informationen“ bezeichnet). Des Weiteren dürfen diese Informationen weder Drittparteien verfügbar gemacht werden noch zu anderen als den vertraglich vereinbarten Zwecken verfügbar gemacht werden.

10.2 Der Auftraggeber wird:

  1. die Offenlegung aller vertraulichen Informationen beschränken auf seine Vorstandsmitglieder, leitende Angestellte, Mitarbeiter, Bevollmächtigte und Vertreter (gemeinsam als „Vertreter“ bezeichnet), die ein Bedürfnis haben, diese vertraulichen Informationen zu kennen in Verbindung mit der gegenwärtigen oder in Erwägung gezogenen Geschäftsbeziehung zwischen den Parteien, auf die sich dieser Vertrag bezieht, und nur zu diesem Zweck;
  2. seine Vertreter über die geschützte Natur der vertraulichen Informationen und der Verpflichtungen, die in diesem Vertrag festgelegt sind, aufzuklären und diese Vertreter zur Geheimhaltung dieser vertraulichen Informationen zu verpflichten;
  3. alle vertraulichen Informationen streng geheim zu halten und mit einem angemessenen Maß an Sorgfalt zu behandeln, jedoch mindestens mit dem Maß an Sorgfalt, das für die Geheimhaltung der eigenen vertraulichen Informationen aufgebracht wird; und
  4. keine erhaltenen vertraulichen Informationen an Drittparteien offenzulegen (außer anderweitig in diesem Vertrag festgelegt). Sollte der Auftraggeber diese Anforderungen nicht einhalten können, haftet er für jegliche Schäden, die daraus entstehen und hält LCxp GmbH schadlos bezüglich aller Ansprüche seitens Drittparteien. Sofern eine Zahlung von Schadenersatz unzureichend ist, um LCxp GmbH für eine solche Verletzung zu entschädigen, kann LCxp GmbH diese AGB vollstrecken, indem sie Unterlassungsansprüche sowie sonstige billigkeitsrechtliche Rechtsmittel erwirkt, zusätzlich zu allen sonstigen verfügbaren Rechtsmitteln.

 

10.3 Der Auftraggeber wird LCxp GmbH umgehend informieren, wenn er Kenntnis erlangt über eine unberechtigte Nutzung oder Offenlegung vertraulicher Informationen durch den Auftraggeber oder seinen Vertretern oder über sonstige Verletzungen dieses Vertrags durch den Auftraggeber oder seinen Vertretern. Außerdem wird er mit Unterstützung durch LCxp GmbH behilflich sein, die vertraulichen Informationen wieder in Besitz von LCxp GmbH zu bringen und eine weitere unbefugte Nutzung zu verhindern.

10.4 Der Auftraggeber erklärt sich bereit, die vertraulichen Informationen ausschließlich in Verbindung mit der gegenwärtigen oder in Erwägung gezogenen Geschäftsbeziehung zwischen den Vertragsparteien und nicht zu anderen als den in diesem Vertrag festgelegten Zwecken zu verwenden, ohne die vorherige schriftliche Zustimmung eines bevollmächtigten Vertreters der LCxp GmbH. Kein anderes Recht oder andere Lizenzen, weder ausdrücklich noch stillschweigend, bezüglich den vertraulichen Informationen werden dem Auftraggeber gemäß diesem Vertrag gewährt. Die Eigentumsrechte an den vertraulichen Informationen verbleiben ausschließlich bei LCxp GmbH. Jegliche Nutzung der vertraulichen Informationen durch den Auftraggeber erfolgt zugunsten von LCxp GmbH. Alle Modifikationen und Verbesserungen davon durch den Auftraggeber sind das ausschließliche Eigentum der LCxp GmbH. Ungeachtet aller obenstehend aufgeführten Verpflichtungen wird der Auftraggeber:

  1. vertrauliche Informationen nur in dem für den von LCxp GmbH (schriftlich) genehmigten Zweck angemessenen und erforderlichen Ausmaß kopieren, vervielfältigen und anderweitig übermitteln (und dabei jede Kopie, Vervielfältigung und Übermittlung eindeutig als vertraulich kennzeichnen) und die vertraulichen Informationen unter Sicherheitsbedingungen aufzubewahren, die ebenso strikt sind, wie bei den vertraulichen Informationen des Auftraggebers mit derselben Geheimhaltungsstufe, jedoch mindestens mit den Umständen entsprechender angemessener Sorgfalt und in jedem Fall mit angemessenen Sicherheitsvorkehrungen für ihre sichere Aufbewahrung.
  2. keine Bestandteile der vertraulichen Informationen ohne schriftliche Zustimmung von LCxp GmbH rekonstruieren, demontieren oder dekompilieren. Außerdem:
  3. Die Vertragsparteien vereinbaren, keine vertraulichen Informationen gegenüber Drittparteien offenzulegen, einschließlich des Stattfindens von Gesprächen über eine mögliche Geschäftsbeziehung zwischen den Vertragsparteien, ohne schriftliche Zustimmung der anderen Partei.
  4. Die Bedingungen dieses Vertrags gelten ebenfalls für die Tochtergesellschaften jeder Partei, unabhängig davon, ob sich diese teilweise oder ganz im Besitz der jeweiligen Partei befinden

10.5 Der Auftraggeber sichert und schützt die vertraulichen Informationen auf eine solche Art, dass jeglicher Missbrauch oder Offenlegung gegenüber Drittparteien ausgeschlossen werden kann.

10.6 Für einen Zeitraum von zwei (2) Jahren ab Vertragsschluss unterlässt der Auftraggeber die folgenden Tätigkeiten und stellt sicher, dass seine Tochtergesellschaften diese ebenso unterlassen:

  1. Beeinflussung oder versuchte Beeinflussung von Kunden, Lieferanten, Berater oder sonstige Drittparteien, die in einer vertraglichen oder sonstigen Geschäftsbeziehung mit LCxp GmbH stehen, zwecks Kündigung oder Beendigung einer solchen Beziehung oder Reduzierung von gemäß einer solchen Beziehung bereitgestellten Güter oder Dienstleistungen; sowie
  2. Anwerbung oder versuchte Anwerbung aller gegenwärtigen oder zukünftigen Vorstandsmitglieder, leitenden Angestellten oder Mitarbeiter von LCxp GmbH.

11 Anwendbares Recht, Gerichtsstand

11.1 Für diesen Vertrag sowie für alle rechtlichen Beziehungen zwischen der LCxp GmbH und dem Auftraggeber gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss der bundesdeutschen Regelungen über das Kollisionsrecht sowie des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Wareneinkauf (CISG) vom 11. April 1980.

11.2 Ist der Auftraggeber Händler, juristische Person oder Körperschaft des öffentlichen Rechts oder hat der Auftraggeber keinen Gerichtsstand in Deutschland, so ist der Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit dieser Vereinbarung der Sitz der LCxp GmbH.

12 Schriftform

Ein einfaches elektronisches Formular (E-Mail oder Fax) reicht für die Erfüllung der in diesen AGB festgelegten Anforderung zur Schriftform aus; dies gilt nicht für Kündigungen oder Rücktritte, die immer die Zustellung eines von der betreffenden Vertragspartei unterzeichneten Originaldokuments erfordern.

 

Leonberg, 10.03.2020